Alte Fassade, neuer Kern

Alter Standort, alte Fassade, neues Innenleben, wechselnde Investoren, marode Bausubstanz. Viele Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener hatten sich über die Geldverschwendung aufgeregt. Nun ist Gelsenkirchens Aufreger fast fertig.

Vor mehr als 12 Jahren wurde der Umbau des Hans-Sachs-Haus beschlossen. Ende März 2013 ist es so weit: Das Hans-Sachs-Haus wird der Stadt Gelsenkirchen übergeben. Spätestens im Sommer 2013 soll der Umzug abgeschlossen sein.

:: Änderungen und Einfachheit ::

Bisher mussten die Bürgerinnen und Bürger in vielen Fällen direkt in das Bueraner Rathaus. Das soll sich jetzt ändern. Ansprechpartner sollen schnell erreichbar und vor Ort sein. „Zur Bürgernähe gehört auch die Wohnortnähe“, sagt Oliver Schäfer, Pressesprecher der Stadt Gelsenkirchen. So zieht in das neue Hans-Sachs-Haus eines von insgesamt 4 „Bürgercentern“. Das technische Rathaus mit u.a. Stadtplanung, Verkehrsreferat und Bauordnung und „Bürgercenter“ bleibt an Ort und Stelle – nämlich in Buer.

:: Bedeutung für die Mitarbeiter ::

Nach der vollständigen Sanierung des Gebäudes wird es für 400 Mitarbeiter der 2500 Beschäftigten der Kernverwaltung ernst. Sie werden in 242 neue Büroräume umziehen. Auch Oberbürgermeister Frank Baranowski zieht in das neue Hans-Sachs-Haus. „Außerdem werden dort unter anderem die Kämmerei, die Öffentlichkeitsarbeit, die Stadt- und Tourist-Info oder auch das kommunale Bildungsbüro untergebracht“, so Schäfer, „Zurzeit gibt es in Gelsenkirchen 46 Verwaltungsgebäude. Durch den Umzug, oder genauer gesagt Zurückziehen, ins Hans-Sachs-Haus wird diese Zahl um gut 20 Prozent gesenkt.“
Für die Bürger bedeutet dies mehr zentrale Anlaufstellen in der Stadt.

:: Kultur und Politik vereint ::

Nicht nur die Politik soll dort wieder Platz finden. Ganz nach alter Tradition soll auch wieder ein kulturelles Angebot vorhanden sein. „Es ist mehr als ein Rathaus“, so Schäfer weiter. Kultur und Politik sind dann unter einem Dach. Bürgerservice, Veranstaltungen (z.B. Kongresse, Kleinkunst) und auch Gastronomie sollen wieder einen Platz im Hans-Sachs-Haus finden.

Nahe dem neuen Hans-Sachs-Haus ist bereits jetzt eine „bluebox“ vorhanden. Da es ständig neue Bauprojekte und Umbauten in der Stadt gibt, sind hier aktuelle Informationen zu finden.

Ob sich das Haus als vorteilhaft erweisen wird, wird sich zeigen. Denn viele Bürger der Stadt stehen dem Projekt weiterhin kritisch gegenüber.

Der Text wurde auf buerpott.de veröffentlicht

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