Der Phönix aus der Asche

Vor 7 1/2 Jahren stieg der Basketballverein Phoenix Hagen in die erste Basketball Bundesliga, inzwischen easycredit BBL, auf. Bereits damals hatte der Verein unter der Misswirtschaft von Vorständen, Aufsichtsräten und Geschäftsführern gelitten. Doch sie stiegen aus, der Phoenix flog wieder hoch und fiel tief. Aus den negativ Schlagzeilen kam der Verein nicht heraus. Binnen der letzten 15 Monate gab es vier Geschäftsführer. Der letzte, Patrick Seidel, zeigte sich bis zum Schluss kämpferisch, dass man das Vertrauen der Sponsoren doch zurückgewinnen können – trotz eines Minus von 800.000 Euro. Doch ihm blieb nichts anderes übrig, als bekannt zugeben, dass Phoenix Hagen in die Planinsolvenz nach Eigenverwaltung durchzuführen. Zum Schluss brauchte der Verein noch 250.000 €, um noch zwei Spiele, sowie eine Lizenz für die Pro A, stemmen zu können. Um diese Summe wurde am Montagabend bei einem Treffen mit Fans, Sponsoren, Mitarbeitern, anderen Gönnern sowie ausgewählten Pressevertretern gebeten. Doch zum Schluss fehlten rund 65.000 € für das letzte Zucken des Phoenix. Dann kam heute Nachmittag der offizielle Lizenzentzug der easyCredit Basketball Bundesliga. Das Aus ist nun besiegelt. Wie es nun weitergeht, bleibt offen. Die Asche glüht nicht mehr, sie ist erloschen. Die Mannschaft wurde entsprechend geehrt.

Was bleibt nun aus Hagen? Für mich persönlich war es nach meiner Schulzeit der erste Kontakt mit Basketball – und das gleich in der ersten Liga. Ich habe dort gerade in der letzten Saison viele Niederlagen gesehen, viele Freudentränen bei einem Heimsieg erlebt. Auch habe ich dort Menschen kennengelernt, die mir irgendwann doch ans Herz gewachsen sind. Da brauche ich nur an das Maskottchen Felix denken. Junge, du bist echt verrückt! Pressesprecher Dirk Hoffmann hat mir den einen oder anderen Rat gegeben, oder etwas verdeutlicht, wenn es um Journalismus geht. Gerade, wenn ich etwas vergessen hatte oder mir unsicher bei einer Einschätzung war. Danke dafür.

Es gibt viel mehr Leute, die ich hier namentlich nennen könnte.  Auch ihnen gebührt Dank. Ihr habt mich so schnell in Eure kleine „Familie“ aufgenommen, dass ich mich schnell heimisch gefühlt habe. Doch das beste „Taxi“ muss erwähnt werden. Danke dafür, dass du mich gerade in letzter Zeit so oft vom Bahnhof abgeholt hast. Ich hoffe, man sieht sich bald wieder!

Wie bereits oben schrieben, habe ich mein erstes Profi-Spiel mit Hagen gesehen. Das war in Frankfurt bei den FraPort Skyliners. Mir fiel damals ein David Bell auf, der Biss hatte, immer gekämpft hatte. Zum Schluss habe ich leider nichts kämpferisches mehr gesehen. Doch auch dem ganzen Team, sowie Betreuer und ehrenamtlich Tätigen gilt es Danke zu sagen. Diese Menschen haben alles für den Verein gegeben. Sie haben sich nicht unterkriegen lassen.

Doch manchmal wäre die Kommunikation nach Außen von Vorteil gewesen. Oder gar das Gespräch von sich aus und nicht nur auf Nachfrage. Das ist das Einzige, was ich kritisieren möchte. Deshalb sind gerade die Sponsoren und Fans sauer.

Und nun? Fans, Sponsoren, Gönner, um nur ein paar zu nennen, müssen nun abwarten, was die nächste Zeit bringt. Die Zukunft von Phoenix Hagen ist ungewiss.

 

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