Fußball und Gewalt

(C) Jenny Musall

(C) Jenny Musall

Dass Fans ihre Mannschaft unterstützen, ist klar. Dass sich Fangruppierungen daneben benehmen, ist auch klar. Dass man sich ein Fußballspiel als Familie im Stadion ansehen will, ist auch klar. Doch es ist auch klar, dass Gewalt im und vorm Stadion zugenommen hat. Gewalt und Fußball lassen sich nicht mehr voneinander trennen. Auch im Eishockey und Basketball gibt es so etwas, dass will ich nicht kleinreden. Doch heute geht es mir um den Fußball und seine gewaltbereiten Anhänger.

Das erste Mal damit konfrontiert wurde ich vor ein paar Jahren. Damals lebte ich noch in Gelsenkirchen. Und diese Stadt hat nun mal den FC Schalke 04. Daran lässt sich nichts rütteln. Zu Beginn hatte ich die Ausmaße dieser Großveranstaltung komplett unterschätzt. Mit Fußball hatte und habe ich bis heute nichts bzw. wenig am Hut. Ich hatte gerade an den Wochenenden viel Freizeit und ein Studententicket für Bus und Bahn in ganz NRW. Dieses nutzte ich auch intensiv. So kam es, dass ich den einen oder anderen Samstag vergaß, dass der ortsansässige Fußballverein ein Heimspiel hatte und die Fans auch mit der Straßenbahn und dem Zug zur Arena kamen. Die Fans machten schon Randale im Zug oder der Straßenbahn. Oftmals hatte ich Angst vor den Fans, weil diese durch Alkohol aggressiv wurden und sämtliches gutes Benehmen zu Hause vergaßen. Pöbeleien waren an der Tagesordnung und bald hatte ich einen Kalender, auf dem stand, wann ich ohne Bedenken irgendwo hinfahren und wann ich den Zug/Straßenbahn zurücknehmen konnte.

Irgendwann musste ich auch mal zum Fußball hin. Das war im Sommer 2016. Ich stand zum ersten Mal am Feld und hatte die Fans im Nacken. Das war in Bochum. Auch hier benahmen sich die besonderen Fans daneben. Sie standen auf den Absperrungen und schmissen mit nicht identifizierbaren Gegenständen. Das habe ich auch schon beim Eishockey und Basketball erlebt. Doch mir wurde erst zu diesem Zeitpunkt bewusst, wie hoch das Aggressionslevel tatsächlich im Fußball ist. Das sind die Momente, wo man sich fragen muss, in weit es sich noch um Fans handelt oder um Menschen, die einfach nur Randale machen wollen. Fans sind für mich friedliche Anhänger eines Vereins ohne jegliche Anzeichen von Aggression.

So, nun zu dem, weshalb ich diesen Beitrag schreibe:

Am Samstag hatte ich meinen ersten Einsatz in Dortmund. Der BVB spielte gegen RB Leipzig. Da ich eh schon spät dran war, bekam ich nichts von dem mit, was sich vorm Spiel ereignete. Später, auf der Pressekonferenz nach dem Spiel erfuhr ich dann, dass sich Dortmund-Fans extremst daneben benommen hatten. Zu Hause erfuhr ich dann das ganze Ausmaß. Anhänger des Heimvereins hatten vor dem Spiel randaliert und sich die Fans von RB Leipzig vorgenommen. Polizisten wurden verletzt, genauso wie Frauen und Kinder der Gästefans. Der BVB will nun den gesamten Vorfall untersuchen, die Leipziger sind sauer und erwarten eine Aufklärung des Vorfalls.

Da sei mir das Urteil erlaubt, dass es sich meiner Meinung nach nicht um Fans handelt, wenn diese auf Krawall aus sind. Denn ein Stadionbesuch sollte nach wie vor ein schönes Ereignis für die ganze Familie sein. Daher hat Gewalt im Sport nichts zu suchen!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s