Kuhjagd auf der Equitana

Auch dieses Jahr wurde der Idexx-Cutting-Cup auf der Equitana ausgetragen. Doch zuerst musste der Sand, der sich auf der ganzen Länge der Arena befand, an die vordere Ecke gebracht werden. So können sich hinterher weder Rind noch Pferd verletzten. Bei der Arbeit mit dem Rind imitiert das Pferd die Bewegungen und gräbt sich mit den Vorderhänden tief in den Hallenboden ein.

Was ist Cutting?

Die Top-Disziplin des Westernreitens stammt von der klassischen Arbeit der Cowboys mit den Rindern ab. Wenn ein Rind separiert wurde, wurde ihm so wenig Stress wie möglich zu gemutet. Als Cutting nach Deutschland kam, stand es lange in der Kritik, da es für Rinder angeblich Stress bedeutete, von der Herde separiert zu werden. Doch das ist falsch. Beim Cutting muss das Pferd den sogenannten Cow-Sense mitbringen. Es muss die Bewegungen des Rindes erahnen können, um so wenig Stress und Bewegung wie möglich hervorzurufen. Bewegung bedeutet Energieaufwand und Gewichtsverlust beim Rind. Ein Gewichtsverlust ist unerwünscht, denn Rinder werden nach Lebendgewicht beim Schlachter bezahlt. Doch auch wenn ein Rind einfangen werden musste, musste es erst von der Herde getrennt werden.

Die Regeln:

Ein Reiter hat 150 Sekunden Zeit, so viele Rinder zu arbeiten, wie er möchte. Ideal sind zwei bis drei Rinder.

Zu Beginn des Turniers wird die Herde erst gesaddelt, also vorbereitet. Wer von den Reitern die Herde saddelt, bestimmt der erste Starter. Ist die Herde gesaddelt, geht auch schon das Turnier los.

Der Reiter hat vier sogenannte Corner Men, die er selbst bestimmt. Das sind ebenfalls Reiter, die in den Ecken der Arena stehen und dem Akteur helfen, die Herde richtig zusammenzustellen. Als Erstes muss ein Deep Cut, ein Hereinreiten in die Herde, gezeigt werden. Ist der Reiter in der Herde drin, muss das Pferd selbstständig am lockeren Zügel arbeiten. Der Reiter darf nicht eingreifen.

Ein Rind ist fertig gearbeitet, wenn es zurück zur Herde gelangt, es zeigt, dass es nicht mehr zur Herde zurückwill oder sich nicht mehr bewegen will. Dann muss der Reiter die Hand heben und den Richtern signalisieren, dass er mit dem Rind fertig ist.

Sind die 150 Sekunden um, so wird das Wort „Time“ laut ausgesprochen und der Reiter muss zu den Richtern, das Pferd abtrensen und das Gebiss vorzeigen.

Diese Veranstaltung zog viele Zuschauer in den Großen Ring der Equitana. Sie wollten alle wissen, welches Pferd den besten Cow-Sense hat. Deutlich wurde, dass die Rinder nicht gestresst wirkten und die Pferde sichtlich Spaß dabeihatten.

Den besten Cow-Sense bewies Smooth Cats Style, geritten von Malte Döring und holte sich mit 73 Punkten den Sieg vor Sven Oser mit Titanium Toi (72 Punkte). Platz drei teilten sich Uwe Oser mit CD Dually Dolly und Rob Gerrits mit Stylin Lil Cat. Beide kamen auf 71 Punkte.

 

 

 

 

 

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