Ruhr Games 2017 – ein Fazit

Zum zweiten mal wurden die Ruhr Games ausgerichtet. Das Ziel war es, Jugendliche miteinander durch Sport zu verbinden. So wurden verschiedene Wettkämpfe ausgetragen, bei denen sich junge Menschen aus unterschiedlichen Nationen miteinander messen konnten.

Die Veranstalter sahen das Event positiv. Doch ich sehe es anders. Dass die Ruhr Games dieses Jahr wieder ausgerichtet wurden, stand außer Frage. Denn es ist eine gute Sache. 2015 haben die Veranstalter Besserung gelobt, denn es lief nicht alles optimal. Dieses Jahr war die Organisation katastrophal. So haben viele Besucher erst davon erfahren, als die Eröffnungsfeier in Dortmund wegen eines schweren Gewitters unterbrochen wurde. Auch stand der Sport nicht im Vordergrund, sondern es wurde mehr Wert auf die Konzerte gelegt. Die Standorte damit wurden ordentlich beworben, denn den Zuschauern fielen nicht etwa die verschiedenen Sportarten auf den Plakaten auf, sondern eher die Musiker wie Lena oder die Sportfreunde Stiller.

Es wurden die schlecht besuchten Standorte wie etwa Hagen nicht erwähnt. Man musste nachfragen, wie die Resonanz an diesen Standorten war. Aufgefallen war, dass viele Wettkämpfe vor leeren Rängen ausgetragen wurde, weil niemand von der Veranstaltung wusste.

Aus Sicht einer Journalistin, die da arbeiten muss, war es noch schlimmer. Dieses Jahr habe ich mich nur auf die Konzerte besinnt, da auch ich anderweitig arbeiten war. Im Fotograben sind Leute rum gerannt, die teilweise keine Kamera in der Hand hatten. Ich musste zweimal hinschauen, als ich sah, dass jemand mit dem iPad Fotos machte.

Noch besser wurde es, nach dem Gewitter bei der Eröffnungsfeier. Man wollte mich erst nicht mit meinem Rucksack reinlassen. Doch das habe ich mir nicht gefallen lassen. Ich habe der Security-Dame meinen Presseausweis vor die Nase gehalten, ich durfte meinen Rucksack mit rein nehmen. Mein Fotobändchen hat die Dame nämlich nicht interessiert. Aber erst, nachdem sie sich auch mit rein packen, davon überzeugt hatte, dass ich keine Terroristin bin. Das nächste Mal bitte wieder einen Arbeitsausweis, der um den Hals hängt.

Bevor man überhaupt rein konnte, stand die Parkplatzsuche an. Normalerweise gibt es extra für die Presseparkausweise und Parkplätze. Gab es letztes Mal zumindest. Dieses Mal? Denkste! Kein Presseparkplatz und für Umsonst parken war auch nicht drin. Da sollte man sieben Euro blechen. Nö, nicht mit mir.

Bekam man Hunger, weil man ja einen ganzen Tag da war (im ideal Fall), so gab es nur Laugengebäck, Kaffee und Wasser. Da war das Catering vor zwei Jahren wirklich gut. Es gab immer etwas zu essen. Sei es Brötchen oder eine große Auswahl an warmen Gerichten sowie Kuchen und Softdrinks.

Wenn ich an die letzten Ruhr Games denke, die näher beieinander lagen, was die Orte angeht, so stand für mich fest: Ich bleibe, wenn überhaupt, in Dortmund. Alles andere ist mir zu weit weg. Auf der Abschlusspressekonferenz kam dann heraus, dass die Presse auch den VIP-Shuttle hätte nehmen können, um zu anderen Orten zu kommen.

Weiter lies die Abschlusspressekonferenz zu wünschen übrig. man schmeißt die Presse nicht aus dem Presseraum raus, weil man noch was fertig machen muss. Leute, ein absolutes No-Go! Dazu war in der Halle unten noch ein Wettkampf, dass man sich ohne Mikrofon nicht verstanden hat – selbst anbrüllen hat nichts gebracht.

Fazit: ich werde die Ruhe Games nicht noch einmal mitmachen. Bei einer derart schlechten Kommunikation und wirklich schlimmen Bedingungen möchte ich nicht noch einmal arbeiten. Wenn die zweiten Ruhr Games schlechter waren, als die ersten, muss das nicht sein. Denn eigentlich sollte man aus Fehlern lernen.

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