Auf eigene Verantwortung …

Was braucht man, um sich selbstständig zu machen? Das war eine Frage, die ich mir irgendwann gestellt habe. Okay, ich war auch damit konfrontiert. als für mich völlig überraschend das Angebot einer Tageszeitung kam, für die als freie Journalistin zu arbeiten.

Der Presseausweis

Die gibt es wie Sand am Meer. Kaum jemand blickt da noch durch. Ich hatte meinen Ausweis bereits vor meiner freien Mitarbeit. Eigentlich war ich immer der Meinung, dass man den nicht braucht. Redaktionsaufträge taten es auch. Doch man kann ja nicht nur auf die Aufträge warten. Gerade, wenn man vielleicht noch Seitenprojekte hat. Mein Presseausweis ist von Verband Deutscher Sportjournalisten, der nächstes Jahr auch den Stempel Bundeseinheitlich hat.

Gerade im Randsport erlebe ich es immer wieder, dass ich mit meinem Ausweis mehr Probleme habe, irgendwo reinzukommen, als die Jenigen, die entweder einen Ausweis haben, bei dem keiner nachfragt, was das ist. Die Menschen zahlen einfach nur eine Summe und haben einen Presseausweis. Dann gibt es diejenigen, die mit Redaktionsaufträgen arbeiten und keinen Ausweis haben. So war das bei mir auch lange Zeit. Bis sich das Studium zum Ende neigte.

Ansonsten hat mir diese kleine Karte schon einiges ermöglicht. Ich nutze sie nicht so oft, wie ich nur könnte, aber manchmal nutze ich sie. Auch erleichtert mir die Karte oft Diskussionen, wenn mal wieder irgendwer irgendwo vergessen hat, Bescheid zusagen, dass ich vorbeikomme. Presse = Ich bin wichtig.

Die Steuernummer.

Völlig unerwartet bekam ich im März diesen Jahres das Angebot, bei einer Tageszeitung als freie Journalistin zu arbeiten. Aber was dazu gehört, keine Ahnung! Ich wusste nur, dass eine gewerbliche Steuernummer notwendig ist. Alleine die zu beantragen, war ein Akt. Das Formular hatte ich bis dato noch nie gesehen und auch in der Lehrveranstaltung Wirtschaft noch im Studium, hat niemand gesagt, was man wie eintragen muss. Ich war verzweifelt. Zum Glück hatte ich jemanden an meiner Seite, der mir dabei geholfen hat. Ich erhielt zu einem mehr als ungünstigem Zeitpunkt einen Anruf vom Finanzamt, weil ich ein paar Dinge falsch angekreuzt hatte. Woher sollte ich wissen, wie das auszufüllen ist? Heute wüsste ich nicht mehr, was das war. Ich würde es wahrscheinlich wieder falsch ausfüllen. Letztendlich habe ich gut acht Wochen auf meine Steuernummer gewartet. Endlich konnte ich starten und auch Rechnungen schreiben.

Versicherungen

Dass ich inzwischen gut versichert bin, ist eigentlich nur dem Unfall in der Eissporthalle Iserlohn beim Eishockey zu verdanken. Die Roosters haben sich lange bedeckt gehalten, wenn es um die Folgen des Unfalls geht. Auch eine andere Mannschaft ist auf die Idee gekommen, diese Sache nun umzusetzen. Als ich diese Infos bekam, wurde mir schlecht. Wie soll man das bezahlen? Oh je, kein Eishockey mehr. Dass eben diese beiden Versicherungen notwendig sind, hat mir niemand gesagt. Ich wusste nur, dass die sinnvoll seien können. Im Falle des Falls. Also ab zu meinem Versicherungsbüro des Vertrauens. Wie immer, ich wurde gut beraten. Kein Wunder, wenn man sich gut 20 Jahre lang kennt und das eigene Auto von Anfang an da versichert ist. Notwendig waren eine Vermögensschadensversicherung und eine Betriebshaftpflichtversicherung. Die müssen beide eine Deckelung von 5 Mio. Euro aufweisen. Hilfe!

Auf eigene Verantwortung

Warum muss diese Versicherung so hoch sein? Das ist relativ einfach zu erklären. Wie im Fall der Person aus Iserlohn mit dem Pucktreffer, ganz gut zuerkennen, haben nun ein paar Vereine entschieden, dass es besser sei, wenn nur noch Hauptberufliche Journalisten dabei sind. Im Falle des Falls müssen die gut versichert sein. Der Verein will sich absichern und auch man selber sollte sich soweit absichern. Beim Eishockey muss ich nun in Iserlohn einen Helm tragen, wenn ich, egal wo am Eis, bin. Okay, man sieht absolut bescheuert aus, aber man ist nicht alleine. Und wenn man sich noch darüber amüsieren kann, ist es nur halb so schlimm.

Warum schreibe ich das? Ganz einfach. Es gibt Veranstaltungen, bei denen man einen sogenannten Haftungsausschluss unterschreiben muss. Nur für den Fall, dass man drauf geht. Man soll ja schließlich wissen, dass die Hinterbliebenen dann keine Chance haben, auf den Verein einzuprügeln und sich zu holen was eventuell doch nicht zusteht.

Mir selber ist es Anfang letzten Monats passiert. Ich stehe nichts ahnend am Footballplatz, mache meine  Bilder. Da passiert es: Ich sehe Spieler auf mich zu rennen. Wie oft bin ich schon bei so einer Situation zur Seite gesprungen? Nicht zählbar. Da passiert es: Ich drehe mich um, bewege den Fuß nicht und verletze mich am Knie. Es macht kurz ‚knack‘, tut kurz weh und dann nicht mehr. Wochen später fängt es dann an, richtig schmerzhaft zu werden. Inzwischen habe ich eine Odyssee an Ärzten, Krankenhaus inklusive, hinter mir und morgen geht es weiter. Einfach nur eine blöde Bewegung und es passiert etwas. Dumm gelaufen. Aber den Verein für meine eigene Fehlkoordination der Gliedmaßen zur Rechenschaft ziehen? Würde mir nicht einfallen. Ich bin stehe/sitze auf eigenem Risiko da unten am Eis oder Spielfeld.

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