Unveröffentlicht: Gemeinsames Singen in Wattenscheid

Frau Hoepker am Keyboard vor der Leinwand.

Gemeinsam singen und Spaß haben. Das steht bei „Frau Höpker bittet zum Gesang“ im Vordergrund. Das Programm ist nicht nur etwas für ältere Menschen, sondern auch für Jüngere.

„Hallo Wattenscheid. Herzlich willkommen zu Frau Höpker bittet zum Gesang“, begrüßt Katrin Höpker am Abend (6.09 2017) in der Wattenscheider Stadthalle ihren Chor für den Abend. Dabei breitet sie die Arme aus, so dass sich Jung und Alt willkommen fühlen. Doch bevor es losgeht, ein kleiner, organisatorischer Hinweis ihrerseits: Zwei Fahrer mögen ihre Fahrzeuge wegfahren. Nummer drei ist ein Roller, der auch im Weg steht. Dann geht es auch los. Frau Höpker erklärt den Ablauf des Abends. Drei mal 30 Minuten mit zwei Pausen zwischendurch. „Zum Erfrischen, Getränke holen. Denn für Sie ist das sicher auch anstrengend.“ Auch eine weitere Bitte hat die Kölnerin an die inzwischen volle Stadthalle: „Alles, was Sie heute Abend brauchen, haben Sie hier auf der Festplatte und hier.“ Dabei zeigt sie auf ihren Kopf und ihre Brust. Fotos machen und diese direkt in den sozialen Netzwerken teilen, würden die Sänger und Sängerinnen ablenken. Auf die Frage, wer schon einmal mit ihr gesungen habe, meldet sich die Hälfte des Publikums. Die andere Hälfte meldet sich bei der Frage, wer zum ersten Mal dabei sei.

Nicht die ganze Liste mit 180 Nummern wird gesungen

Im Programm hat Frau Höpker einiges. Ihre Spätsommerliste Zwei wolle die Profi-Musikerin an diesem Abend mit den Wattenscheidern singen. Doch nicht alle 180 Songs, die auf der Liste stehen, werden gesungen, sondern nur eine Auswahl. Diese bestimme sie spontan, je nachdem, wie das Publikum an diesem Abend sei.  An diesem Abend ist das Publikum etwas älter. Wenige Mitsänger-und Sängerinnen haben das Licht der Welt in den 90ern erblickt. Doch die Texte kennen alle. Wenn nicht, dann sind sie auf eine Leinwand projiziert. Jeder kann mitsingen. Und das tun die Menschen in der Stadthalle auch. Da in Nordrhein-Westfalen die Ferien und auch dem Wetter nach, die Urlaubszeit vorbei ist, geht es gleich mit einem Song los, der Fernweh macht. Mit „Über den Wolken“ von Udo Jürgens katapultiert Frau Höpker ihren Chor gleich wieder zurück in den letzten Urlaub oder löst Fernweh aus.

Auffallend ist, der Chor trifft alle Töne, während Frau Höpker dazu am Keyboard steht. Mal lässt sie alleine singen, mal singt sie alleine. Ein neuer Programmpunkt aus dem 2008 bestehendem Konzept: Ein Medley, was quer durch das Jahr 1967 geht. „Ich habe mal 40 Jahre zurückgerechnet und raus kam 1967. Was da in den Charts war, singen wir jetzt“, kündigt sie den nächsten Programmpunkt an. Von „I’m a believer“ von The Monkees bis hin zu „Memories of Heidelberg“, im Original von Peggy March gesungen, ist alles dabei. Spannend wurde es bei „Feel“ von Robbie Williams, da das Stück ein Gitarrensolo beinhaltet. Doch wer jetzt glaubt, dass ein Keyboardsolo gespielt wird, hat weit gefehlt. Stattdessen wird auch hier improvisiert. „Bababaaa bababaaa“ ersetzt die Gitarre und das Publikum summt diese Laute gerne.

Alles in allem kommt der Abend gut beim Publikum gut an. Sie klatschen und schunkeln. Sich dabei die Seele aus dem Leib singen gehört dazu. Den Alltag vergessen. Genauso ist das Mitsingkonzert von Frau Höpker aufgebaut. Alles nicht alleine. Gemeinsam singen macht glücklich.

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