Mal nicht als Pressevertreterin aufs Konzert

Zum Ende des Jahres gab es eine kleine Überraschung für mich: Eine Freundin fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, sie auf ein Konzert zu begleiten. Sie hatte eine Karte über und wollte diese nicht verfallen lassen. Gesagt, getan. So ging es zum Konzert von In Extremo nach Köln. Ab hier mag jeder denken: „Ein Konzert ist doch nichts Besonderes.“

Für mich schon. Irgendwie. Denn ich bin es nicht mehr gewohnt, ohne Block und Stift dahin zu gehen. Geschweige denn, ohne Kamera. Ich hatte also nur mein Handy dabei. Da ich nun mal nicht die Größte bin, wollten wir auf die Empore im Palladium. „Habt ihr ein schwarzes Bändchen?“ fragte der Security freundlich. Schwarzes Bändchen? Wofür? Hä? Wir verneinten jedenfalls. Kein Bändchen, keine Empore. Blöd für mich. Ich war schon versucht, meinen Presseausweis zu zücken, denn ich bin nun mal Journalistin. Aber ich zeigte ihn nicht vor. Denn
auf eine Diskussion hatte ich keine Lust. Auch wenn die Versuchung sehr groß war.

Fiddler’s Green und In Extremo konnte ich auf der Bühne nur erahnen. Denn ich schaute zu 90 % des Abends auf irgendwelche Rücken. Keine erste Reihe, kein Fotograben, kein schreiben eines Textes, keine Bildbearbeitung nach dem Konzert. Nur mal als ganz „normaler“ Besucher auf einem Konzert gewesen zu sein. Ohne jegliche Verpflichtung, das war sehr komisch. Bevor ich in meinen Beruf gerutscht bin, war ich meistens mindestens einmal im Monat, okay zu Studizeiten sehr wenig, auf einem Konzert. Doch es hat sehr gut getan. Einfach mal abschalten, an nichts denken, nur Spaß haben.

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