Krimi beim Olympiafinale im Eishockey

Die deutsche Eishockeynationalmannschaft hat gekämpft und am Ende hat es nicht gereicht. So, oder so ähnlich Titeln heute alle Medien.

Natürlich habe auch ich mir das Spiel angesehen. Aber nicht zu Hause auf der Couch, was vielleicht noch gemütlich gewesen wäre. Nein, ich wurde mit nach Krefeld ins Karussell geschleppt. Danke an dieser Stelle an André, dass du ein kleines Plätzchen reserviert hast. Letztendlich ist die Bar aus allen Nähten geplatzt, ich habe viele verschiedene Trikots gesehen und mich geärgert, dass ich mein Iserlohner Trikot nicht an hatte. Aber was soll’s?

Mein Eindruck vom Spiel war der, dass die Deutschen gekämpft und gebissen haben. Willen konnte ich ihnen nicht absprechen. Aber hey, Silber ist sicher und alleine damit hat das Team um Trainer Marco Sturm bereits Geschichte geschrieben. Streckenweise waren die Deutschen die bessere Mannschaft. Der angeforderte Videobeweis der OAR (Olympic Athlete from Russia), hätte nicht sein gemusst. Nur, weil die Russen sich ein Eigentor gegönnt haben. Das Tor war meiner Meinung nach regelkonform. Der Goalie wurde nicht behindert und der Puck hat im vollen Umfang die Torlinie überquert. In der Kneipe fiel das Wort „Torraumabseitz“, was es aber gar nicht gibt. Zumindest nicht im Eishockey. Danke an dieser Stelle an einen DEL-Schiedsrichter, der sich während eines Interviews die Zeit genommen hat, alles zu erklären. Mit wem ich gesprochen habe, werdet ihr noch früh genug erfahren 😉

Im letzten Drittel wurden die Russen frustrierter und es war ein Spiel auf Augenhöhe. Was ich sonst versuche zu vermeiden, ist mitfiebern. Aber ich habe dieses Mal nicht gearbeitet, nicht geschrieben, allerdings ließ sich eine gewisse Distanz nicht vermeiden. Die Journalistin in mir hat das doch alles sehr genau analysiert.

Mir sind im Stadion Fans aus allen möglichen Nationen aufgefallen, die zwar das Trikot ihrer Mannschaft an hatten, aber einen deutschen Schal oder Fahne geschwenkt hatten. Wow, aber das gibt es wohl nur beim Eishockey. Okay, den einen Brasilianer bei der Fußball-WM vor vier Jahren lassen wir mal außen vor.

In der Overtime der hohe Stock von Patrick Reimer, der gepfiffen werden musste. Auch hier habe ich den Satz des Schiedsrichters im Kopf, dass hohe Stöcke zu 99% unabsichtlich passieren und extrem schwer zu erkennen sind. Tja, in diesem Fall war das leider sehr eindeutig. Und dann ist der Puck über der Torlinie. Blöd gelaufen und sehr schade. Aber alles in allem hat die deutsche Mannschaft gezeigt, dass sie gut ist und hat wirklich sehr, sehr gute Werbung für die Deutsche Liga gemacht. Ich freue mich, wenn es am Mittwoch endlich wieder nach Iserlohn geht. Dort sind die Kölner Haie zu Gast – mit drei Nationalspielern. Am Freitag spielt Iserlohn gegen Schwenningen. Das letzte Spiel der Hauptrunde ist dann für die Iserlohner in München.

Den Eklat bei der Vergabe der Medaillen habe ich mir nicht mitbekommen. Im Radio lief dazu gar nichts, da ich zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg nach Hause war. Da wird die olympische Hymne gespielt und was machen die Russen? Gröhlen ihre eigene. Oder gibt es doch eine Sanktion für die unter neutraler Flagge spielenden Russen, da diese trotz Verbotes ihre eigene Hymne gesungen haben, obwohl die Olympische gespielt wurde? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was dann die Folgen sind.  Aber warten wir mal die Dopingproben der Russen ab.

 

 

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