Langzeitbelichtung – eine Frage der Geduld

Bilder mit Langzeitbelichtung sehen toll aus, erfordern aber einiges an Wissen über die Kamera und erfordern  Zubehör, was die Sache nicht einfach macht. Denn alles muss mitgenommen werden.

Tiger and Turtel bei Nacht. Foto: Jenny Musall

Oft sieht man Menschen mit ihren Kameras auf den Stativen bei Dunkelheit an verschiedenen Gebäuden stehen und fotografieren. Doch hier gibt es einiges zu beachten. Das fängt alleine schon damit an, dass man nicht alles veröffentlichen darf. Denn es ist nicht jedem Betreiber recht, dass Fototouristen ohne Genehmigung Bilder machen und diese veröffentlichen. Hier gilt: Im Zweifelsfall bei der Presseabteilung nachfragen, um teure Forderungen zu vermeiden.

Ist die geeignete Location zum fotografieren gefunden und ausgeschlossen, dass man Ärger kassiert, geht es in die Praxis. Es ist dunkel, alles toll beleuchtet und die Kamera startklar. Aber wer jetzt denkt, man könne Langzeitbelichtungen aus der Hand fotografieren, irrt sich. Hier wird mindestens gut stehendes Stativ gebraucht. Auch ist ein Fernauslöser sinnvoll. Denn wenn man den Auslöser drückt, hat man doch immer noch ein wenig Bewegung an der Kamera. Und das ist nicht erwünscht. Dann geht es ans eingemachte. Das perfekte Foto soll entstehen. Besonders toll sind die Bilder zur Blauen Stunde. Die Blaue Stunde ist genau der Zeitpunkt zwischen Sonnenuntergang und Dunkelheit. Diese gibt es auch für den Morgen. Diese ist dann zwischen Sonnenaufgang und Tageslicht.

Ist das perfekte Motiv gefunden, alles bedacht, geht es ans Eingemachte. Das Foto. Die Kamera ist platziert und nun stellt sich die Frage, wie das Foto entsteht. Grundsätzlich gibt es hier Erfahrungswerte. Allerdings kann man grob sagen, dass man die Iso, also die Lichtempfindlichkeit, auf circa 100 runterdrehen sollte, auch die Blende sollte möglichst gering sein. Ich nutze hier immer eine zehner Blende. Was aber entscheidend ist, ist die Länge der Belichtung. Das wird jeder selbst herausfinden, wie er das machen wird. Wichtig ist, dass diese lange gewählt wird. Ich nutze auch schon gerne einmal, je nachdem, was ich fotografiere, mindestens fünf Sekunden, bei den anderen Einstellungen, die ich gerade genannt habe.

Wer jetzt denkt, das geht nur bei Dunkelheit, irrt sich. Es geht auch bei Tageslicht. Besonders beliebte Motive sind am Tag Wasserfälle besonders weich erscheinen zu lassen.

Tipp: Im Zweifel immer beim Betreiber nachfragen, ob man fotografieren darf. Manchmal sind die Gebäude oder Gelände zwar für Öffentlichkeit zugänglich, aber man ist auf Privatgelände oder es handelt sich um Kunst. 
Beispiele: Zeche Zollverein, das Thyssen-Krupp Gebäude, Landschaftspark Duisburg-Nord. 

Trick: Lange Verschlusszeit, kleine Blende sowie geringe Iso.

 

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2 Gedanken zu “Langzeitbelichtung – eine Frage der Geduld

  1. Hallo Jenny – Langzeitbelichtungen sind wirklich spannend. Bei Tiger & Turtle war ich auch schon zum fotografieren und es hat mir mega Spaß gemacht. Leider hörte ich danach öfter mal was davon, das Fotografen überfallen und die Ausrüstung geklaut wurde. Hoffentlich waren das nur Einzelfälle. Ein guter Anreiz die Ergebnisse dieses Shootings auch mal zu posten…

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    • Hallo Tobias,
      Ja, der Anreiz ist da. Ich will noch einmal zum Geleucht hoch, denn das war auch super schön zu fotografieren. Denn meine Bilder davon sind leider irgendwo verschwunden und es ist ärgerlich.
      Dass Fotografen überfallen werden, ist mir noch nicht aufgefallen, allerdings ist mir zu Ohren gekommen, dass auch schon mal Ausrüstungen bei Veranstaltungen geklaut werden.

      LG 🙂

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