Seinen Weg finden – Ein Jahr Selbstständig

Seit nun einem Jahr bin ich selbstständig. In diesem Jahr habe ich viel gelernt. Einige Dinge liefen nicht, wie geplant, einiges sah erst gut aus und kam dann ins stocken oder musste abgebrochen werden. Manches ist geblieben, worüber ich sehr froh bin. Eine wirtschaftliche Steigerung ist erkennbar, allerdings nur sehr langsam.

Seine Lücke finden

Was ich gemerkt habe und komplett unterschätzt habe, ist der Markt. Er verändert sich ständig, ist immer in Bewegung und freie Schreiber sowie Fotografen gibt es wie Sand am Meer. Da ist es schwer, seine Lücke zu finden. Vieles wird ausprobiert und verläuft sich im Sand. Wenige Dinge funktionieren, wie sie sollen. Mich hat das erste Jahr an viele Stationen geführt, die mir gezeigt haben, was ich will und was nicht. So bin ich durch Zufall zur Tageszeitung gekommen. Eine Station, bei der ich immer noch beschäftigt bin. Mir macht die Arbeit Spaß, auch wenn gegen Ende des Jahres meine eigene Motivation flöten ging. Es lag daran, dass ich nicht so weit gekommen bin, wie ich sein wollte, das Winterloch machte sich bemerkbar und und und. Inzwischen ist die Motivation wieder da und ich freue mich, wenn ich angefragt werde.

Während des Studiums habe ich gedacht, dass ich mal Musikjournalistin werde. Von wegen. Im Sommer bekam ich die Chance, in Sachen Kulturjournalismus unterwegs zu sein. Natürlich macht es auch Spaß, aber man hat doch einen sehr professionellen Blick und hat sehr oft die Chance, Bands zuzerschreiben. Gerade bei unbekannten Musikern ist die Chance groß, dass diese zerrissen werden, weil ihnen die Erfahrung fehlt. Da muss Fingerspitzengefühl her. Ich hätte auch gerne für den Verlag weiter geschrieben, aber es hat einfach nicht gepasst. Hauptgrund war, dass das Medium keiner kannte und ich nicht angekündigt war. Die Diskussionen wollte ich mir dann doch ersparen. Und Konzerte sind privat auch ganz nett 🙂

Ab in den Sport

Durch Zufall bin ich jemandem begegnet, der mich zu der einen oder anderen Sportveranstaltung mitgenommen hatte. Ich stand am Spielfeldrand und habe fotografiert. Ja, super, ich werde Fotojournalistin. Schnell kam das Angebot, in einer Agentur mitzuwirken. Das Ende vom Lied? Relativ einfach: Es hat nicht gepasst und ich stellte schnell fest, dass man mit den Bildern seeeeeeehr viel Arbeit hat. Aber ich mochte den Sport. Auch wenn es für mich absolutes Neuland war, es machte Spaß. In meinem ersten Jahr in der Saison 2014/15 konzentrierte ich mich nur auf die Bilder. Das sollte sich ändern. Ich musste in der Saison 2015/16 zu CHL Spielen nach Düsseldorf. Meine Aufgabe: Bring auch einen Text mit. Zu erst dachte ich, ich werde verarscht. Dann fing es an, Spaß zu machen. Seitdem schreibe ich Eishockey Berichte und fotografiere gleichzeitig. Natürlich kamen noch andere Sportarten dazu. Im Jahr 2016 ging ich in den Verband Deutscher Sportjournalisten und erfüllte mir gleichzeitig mit der Berichterstattung vom Balve Optimum einen großen Traum. Seit letztem Jahr habe ich auch mit horseweb.de einen Kunden, der sich auf Pferdesport spezialisiert hat. Da kann man noch einmal anders schreiben. Ein weiterer Traum wurde also wahr. Ich kann also sagen, dass ich meine Lücke mit dem Pferdesport gefunden habe. Natürlich werde ich Eishockey nicht aufgeben, genauso, wie die Tageszeitung, aber meine Leidenschaft werde ich definitiv nicht beiseite legen. Dafür habe ich noch zu viele Träume, die ich mir erfüllen werde.

 

Ihr seht, es ging also im ersten Jahr darum, meinen Platz zu finden. Nun geht es im zweiten Jahr darum, sich zu festigen und alles beständiger zu machen.

 

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