Journalisten und die Sache mit dem Essen

Dass der Beruf des Journalisten so einige Hindernisse mit sich bringt, dürfte klar sein. Ganz besonders aber, wenn es um das Thema „Essen“ geht.

Bitte nicht füttern! (Foto: Jenny Musall)

Bevor ich in die freie Wildbahn gegangen bin, habe ich sehr viel Wert auf regelmäßige, gesunde und ausgewogene Mahlzeiten gelegt. Das ist zwar heute auch noch so, aber es hat sich einiges geändert.

Selbst kochen ist schwer

So komme ich in absoluten Stoßzeiten gar nicht dazu, selbst zu kochen oder gar gesund essen.  Denn Zeit hat man nicht immer. Besonders dann nicht, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist und einfach nur Hunger hat. Da muss dann doch mal eben irgendein Fastfood Gigant herhalten. Was natürlich nicht besonders gut für die Figur ist. Denn wenn man den ganzen Tag nur unterwegs ist, hat man ehrlich gesagt, spät Abends oder zwischendurch keinen Bock mehr, etwas zu kochen. Zumindest geht es mir so. Da schiebe ich mir, wenn ich zu Hause bin, dann doch mal lieber eine Tiefkühlpizza in den Ofen und esse die dann. Nicht besonders gesund, aber es geht nicht anders. Auch wenn ich zugegebenermaßen eigentlich sehr gerne koche, aber wenn man nur am Arbeiten ist, hat man auch keine Lust mehr, etwas zu machen. Da bin ich froh, wenn ich mir etwas in die Mikrowelle schieben kann, oder anderweitig schnell warm machen kann.

Es kommt allerdings auch vor, dass ich diverse Sachen, wie noch zu Studentenzeiten, vorkoche und dann einfriere. Die Sachen nehme ich mir dann bei Bedarf raus und es geht auch. Ist halt eine Alternative zu den Fertiggerichten. Schmeckt auch und ist auch schnell.

Das Essen in den Presseräumen

Auch in den Presseräumen ist es so eine Sache mit der Ernährung, denn dort stehen oftmals der Sportjournalisten Lieblingsessen, die gute Currywurst. In machen Räumen, gerade in der ersten Fußballbundesliga, bekommt man gleich eine große Auswahl, was einem gefühlten fünf-Gänge-Menü ähnelt. Da kann man sich auch gesund ernähren. Blöd nur, wenn in vielen Sachen auch Inhaltsstoffe drin sind, die man nicht verträgt. Wie in meinem Fall die Sache mit der Laktose.

Dann gibt es Presseräume, in denen man belegte Brötchen serviert bekommt, die eigentlich als Schuhsohlen durchgehen könnten. Das isst man auch nicht. Noch schlimmer, wenn es dann noch als Alternative etwas gibt, was man überhaupt nicht mag. Oder man das von letzter Woche vorgesetzt bekommt, was eingefroren wurde, da die Pressemeute es ja nicht aufgegessen hat.

Besonders loblich sind die Presseräume, wo man die Ihr nachstellen kann, was es denn zu essen gibt. Da habe ich zwei Stück, die ich ohne Probleme nennen könnte. Einer davon hat jetzt drei Gerichte, wo ich ehrlich sagen muss, mir war es lieber, als es noch zwei waren, denn beide mochte ich. Das Dritte mag ich nicht.

Bei dem anderen gibt es nur eine Sache und das ist der einzige Grund für mich, da überhaupt hinzugehen. Denn dann muss ich mir die Bratwürstchen nicht zu Hause in die Pfanne oder auf den Grill hauen 😉

Letztendlich kommt es allerdings auf die Liga an, wo man ist und was die einem vorsetzen. Denn jede Liga hat ihre Vorgaben, ob der anwesenden Journaille etwas vorgesetzt wird, oder nicht. Genauso ist es mit Turnierveranstaltern. Überall sind Unterschiede zu erkennen und damit muss man eben leben.

Es ist nur sicher, dass die Ernährung in diesem Beruf nicht einfach ist, da keine Regelmäßigkeit vorhanden ist. Auch handle ich oft nach dem Motto: „Der Hunger treibts rein, der Geiz behält es drin“.

In diesem Sinne, Guten Hunger!

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