CHIO Aachen: Rückblick Teil 2

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Im ersten Teil meines Rückblicks von CHIO Aachen habe ich berichtet, wie ich überhaupt nach Aachen gekommen bin und wie ich den ersten Tag erlebt habe. Nun gehe ich etwas weiter und es geht um die Arbeitsbedingungen und andere Eindrücke, die ich nun schildere.

Tag Zwei hatte einen sehr holprigen Start. Zum einen gibt es immer Menschen, die meinen, sich nicht auf Hotelfluren benehmen zu können und in aller Frühe schon Randale zu machen. Auch konnte ich nicht komplett duschen und habe mich innerlich gelobt, dass ich doch zumindest an das Trockenshampoo gedacht habe. Am Abend hieß es für mich, dass ich mir wohl irgendwo einen Föhn kaufen musste. Das hat auch geklappt.

Allerdings hieß es erst einmal einchecken. Ich war etwas spät dran und da hat sich der Herr von der Rezeption auch noch Zeit gelassen, und erst einmal andere Dinge wie Wäschesäcke tragen, erledigt. Ich erfuhr dann nach einer Weile im Gespräch mit dem Herrn, der wirklich sehr freundlich war, dass ich auch Bar oder mit normaler EC-Karte hätte zahlen können. Ich verfluchte das Hotel noch einmal …

Nicht einmal in Ruhe arbeiten kann man

In der Soers angekommen, lief alles besser. Ich trug mich für einen Stallrundgang ein. Denn wie die Pferde untergebracht sind, hat mich doch interessiert. Also hat es irgendwo zwischen fotografieren und bearbeiten und schreiben von Texten doch noch geklappt. Blöd nur, wenn die Boxen offen sind und die Pferde rausschauen können und ein paar Journalisten drum herum stehen. So hat auch ein Pferd nicht irgendwen angeknabbert, sondern mich. Irgendwie hatte ich da ein De Ja Vúe, denn ein Pferd aus dem Stall, in dem die Pferde von Nachbarn stehen, hat so etwas auch schon einmal gemacht, als ich den Boxennachbar fotografiert hatte. Da war auch ein Kopf auf meiner Schulter, ich wurde angeknabbert und musste letztendlich schmusen. Hierbei hat es sich „nur“ um das Nachwuchspferd einer Dressurreiterin gehandelt, der schmusen wollte.

Nach dem Rundgang knurrte einem doch schon ordentlich der Magen und so kam es, dass ich mit einer Kollegin und zwei Damen aus dem Presseteam essen war. Zumindest wusste ich nun, wo ich denn etwas essen kann. Nach dem Essen wollte ich ins Springstadion und bin irgendwie in eine der Fotografenboxen gelandet. Ich war nicht alleine, die beiden anderen Kollegen kannte ich. Kurz darauf lernte ich den Fotografenkoordinator kennen. Ich war korrekt gekleidet, etwas über die Schulter und eine lange Hose und das Leibchen trug ich auch. Also gab es keinen Grund zur Beanstandung.

Regeln, die beachtet werden müssen

Den Nachmittag hatte ich mir eine Dressurprüfung rausgesucht. Auch ich wollte Bilder von Isabel Werth und Bella Rose haben. Doch bis ich überhaupt auf die Brücke konnte, dauerte es. Mein Leibchen sagte, ich dürfe nicht dahin. Die Ordner haben schnell in der Pressestelle angerufen und danach durfte ich danach auf die Brücke. „Leibchen ist Leibchen“, hieß es hinterher. So lobe ich mir das! Ordner die im Zweifelsfall eben anrufen, ob man das darf oder nicht.

Während des ganzen Tages hatte ich schon Probleme mit meinem Laptop. So kam es, dass ich nicht so schnell arbeiten konnte, wie geplant. Und es sollte noch schlimmer werden.

Am Abend lernte ich dann, was es heißt, wenn Fotografen um das beste Bild kämpfen. Das war beim Nationenpreis und zum Glück hatte ich nette Kollegen, die mich aufgrund mangelnder Körpergröße vor sich ließen. Bis auf ein Kollege aus Belgien, der sich immer ins Bild gemogelt hatte. Aber sonst hat man Rücksicht aufeinander genommen und es lief alles rund.

Es ist schon Wahnsinn, wenn man direkt mitbekommt, wenn das Pferd vor dem Sprung abdrückt auch landet. Was da an Kraft hinter ist, ist nicht ohne.

Letztendlich bin ich nach dem Nationenpreis ins Hotel gefahren, allerdings nicht ohne vorher bei einer großen Fastfoodkette zu Abend zu essen.

Die nächsten Tage sind wie im Flug vergangen. Man ist, egal, wo man gerade war, meistens ordentlich gegrillt worden. Da war ich doch schlau genug, um Sonnencreme mitzunehmen. Ab und zu musste ich mich dann einmal eincremen und das war es dann auch.

Routine stellt sich ein

Die Kontakte zu den Menschen in der Pressestelle sind enger geworden und ich fand heraus, dass es besser ist, früh da zu sein – alleine schon wegen der morgendlichen Schlange am Kaffeeautomaten hat sich das gelohnt. Die war dann nicht ganz so lang oder man war die erste, die sich die Dosis zum wachwerden geholt hatte. Außerdem merkte ich, wie ich arbeiten muss, um mit einem sterbenden Rechner und einer durchdrehenden Kamera (im Schnitt sind 1800 Bilder pro Tag entstanden), zu arbeiten habe. Dazu gehörte auch, dass der Rechner am Platz blieb und ich nicht immer alles eingeschlossen hatte. Nur den Rucksack hatte ich eingeschlossen, sowie alle wichtigen Wertgegenstände. Ich fand mich immer besser zurecht. Lernte, wann ich am besten im Parcours stehe. Es gab Prüfungen, bei denen gab es keine Boxen, sondern man hat sich zwischen Hindernisse gestellt. Im Zweifelsfall hat man eben bei der Pressestelle nachgefragt, wenn man nichts in der Parcoursskizze eingezeichnet gesehen hat.

Im Gelände ist man wirklich halb tot gegrillt worden. Die Pferde der Vielseitigkeitsreiter hatten am Samstag morgen noch Lust, während die Pferde der Gespannfahrer am Nachmittag keinen Bock mehr hatten, weil es zu warm war. Da waren schattige Plätzchen rar.

Der letzte Tag

So ist sehr schnell der letzte Tag angebrochen und ich war etwas traurig, dass es so schnell vorbei war. Doch ich wusste, zu Hause wartet noch eine Menge Arbeit auf mich, da ich aufgrund der Technik nicht alles geschafft hatte. Ich fotografierte noch die Dressurkür am Morgen ab und danach ging es auf den Springplatz zum Rolex Grand Prix. Inzwischen hatte ich mir angewöhnt, den ersten Umlauf einer Prüfung zu fotografieren und danach in den Presseraum zu gehen. Es war teilweise kaum auszuhalten, da man in der prallen Sonne gestanden hatte.

Für den Abschied der Nationen hatte ich mich dann nur noch auf die Pressetribüne gesetzt und einfach nur genossen. Keine Kamera hatte ich mitgenommen. Es ging einfach nur ums Genießen!

Gerne bin ich auch nächstes Jahr wieder mit dabei, vorausgesetzt, ihr lasst mich, liebes Presseteam vom CHIO  😉

 

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