Tryon – eine Weltmeisterschaft mit Schattenseiten

Die Weltreiterspiele in Tryon. Da hat es eine Menge negative Schlagzeilen gegeben.

Da fällt die Bronze-Medaille von Ingrid Klimke oder die der Reiner gar nicht auf. Was schade ist, denn das sind die Erfolge, die den Sport so einzigartig machen. Über Dinge, die berichtet wird, kann man nichts Gutes sagen.  Wellington (Florida) hatte hatte 2014 abgesagt. 2016 sagte dann der Ausweichort mit Bromont ab. Aber die Amerikaner waren sich sicher, dass sie die Spiele in Tryon innerhalb von zwei Jahren hochgezogen bekommen. Bis zum Schluss ist auf der Anlage gearbeitet worden. Das ist eigentlich kein gutes Zeichen. Bis zum Schluss sind im Stadion des Tryon International Equestrian Center gearbeitet worden. Es sind Unmengen an Erde bewegt worden, damit die Spiele stattfinden können. Selbst, als die Reiter und Pferde bereits da waren, ist noch gearbeitet worden. Die Ränge im Stadion sind noch mit Sitzplatznummern versehen worden. Erdhügel sind noch zusehen. Sie Ränge sind dürftig gefüllt. Zum anderen sind meines Wissens nach keine Hotels auf dem Gelände fertig. Das Näheste soll gut 45 Minuten mit dem Auto weg sein. Dazu noch die Sache mit dem Wetter. Wegen einer Unwetterwarnung für North Carolina ist die Kür bei den Dressurreitern ausgefallen. Am Montag hätte nachgeholt werden sollen, aber zum Wohle der Pferde hat man es nicht gemacht, da die Pferde am Montagabend schon in den Flieger zurück ins Heimatland kommen sein sollten. Das Finale bei den Reinern wurde vorverlegt, außerdem fanden die Einzel-und Mannschaftswertungen bei den Distanzreitern nicht statt.

Skandale ziehen

Das kann man nicht gerade als eine gelungene Durchführung einer Weltmeisterschaft werten. Über so etwas freut sich die Klatschpresse, da sie sich in der Regel damit nicht auskennt. Negative Nachrichten verbreiten sich schneller, als positive. Dazu erhöhen diese auch die Klickzahlen im Internet. Wenn es dann noch entsprechend geschrieben ist, hat man den einen oder anderen Skandal.

Denn Tryon hat zur Folge, dass gleich zwei Pferde die Weltreiterspiele nicht überlebt haben. Diese mussten eingeschläfert werden. Beide Pferde waren in der Klinik und auf einmal ging es ihnen sehr schlecht. Bei dem Pferd der Distanzreiterin haben die Nieren versagt, die Stute einer Vielseitigkeitsreiterin hatte sich wohl unglücklich verletzt, war auf dem Weg der Besserung und auf einmal geht gar nichts mehr, sodass das Pferd erlöst werden musste.

Reaktionen im Netz

Auf Facebook lese ich unter den Artikeln einiges. Schaue mir auch mal die Profile der kommentierenden Personen an. Bei manchen geht nicht hervor, ob sie jemals mit dem professionellem Pferdesport zu tun hatten oder nicht. Wir reden hier vom Profibereich und nicht von den Reitern, die in der Regel nur ein Pferd haben, es als Partner sehen und es betüddeln. Kommentare wie „Das ist kein Sport. Das ist Tierquälerei“ von Usern, die sich anscheinend nur über Dinge empören wollen, sind dann keine Seltenheit. Mich ärgern solche Kommentare, da ich vermute, dass diese Menschen noch nie einen Blick hinter die Kulissen des professionellen Pferdesports geworfen haben.

Es geht um viel Geld

Da geht es um eine Menge Geld. Die Reiter müssen selbst Leistung bringen, um gute Pferde zur Verfügung gestellt zu bekommen. Da geht es auch um eine Menge Vertrauen zwischen Besitzer und Reiter. Als Besitzer will ich, wenn ich mein Pferd einem anderen zur Verfügung stelle, dass es dem Tier gut geht und alles für dessen Gesundheit getan wird. Ich gebe also als Besitzer jemand anderen mein Kapital. Das ist vielen nicht klar. Besitzer bekommen in der Regel einen Anteil an den Gewinnsummen, die das Pferd einfährt. So kann man sein Kapital nach und nach erhöhen und es gibt Menschen, die seit vielen Jahren von ein und der selben Person unterstützt werden. Da kommen viele Summen zusammen. Als Reiter hat man die Kosten am Hals. Den Stall, das Futter, Tierarztrechnungen etc. Das trägt der Reiter – je nach Vertrag. Und ich als Reiter will, dass es dem Pferd gut geht. Denn das ist Voraussetzung, dass ich ein Pferd zur Verfügung bekommen.

Daher kann ich manche Kommentare von Menschen, die den Sport verbieten wollen, nicht nachvollziehen. Genauso wenig, wie dass die Pferde nur als Sportgerät gesehen werden. Denn auch Reiter verdienen mit der Ausbildung und Vorstellung auf Turnieren Geld. Daher will man wohl kaum, dass es dem Kapital, das einem anvertraut wird, nicht gut geht.

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