Wenn das Auto einen verarscht

Heute habe ich eine kleine Anekdote für Euch, die sich tatsächlich letzte Woche so zu getragen hat. Ihr dürft gerne lachen, denn ich habe es auch.

Wie der eine oder andere mitbekommen hat, habe ich seit dem Sommer ein neues Auto. Dass da einiges anders als geplant kommt, damit muss man rechnen.

So auch, dass ich, nun, da ich wieder fahren darf, neue Winterreifen brauche. Die waren nicht dabei und so mussten halt welche her. Ich habe mich also auf die Suche nach Reifen gemacht. Hier mag der eine oder andere denken, „Dann geh doch in die Werkstatt, hol dir da welche und lass die gleich drauf machen.“ So habe ich auch Anfang gedacht, aber ich wollte nicht unbedingt ein Vermögen ausgeben. Weil ich ja nicht nur die Reifen brauche, sondern auch die Felgen. Also habe ich Kleinanzeigen durchforstet und auch letztendlich welche in einem guten Zustand für einen guten Preis gefunden. Ich habe mich also ins Auto gesetzt und bin zu dem Verkäufer gefahren. Alles lief super, alles im guten Zustand. Und ich habe zu geschlagen.

Einen Tag später sollten dann die Reifen drauf. An den neuen Rädern hat es ja nicht gelegen, aber an den Sommerreifen. Das hat so ganz anders ausgesehen, als gedacht. Die Schrauben haben komplett anders ausgesehen, als erwartet. Beim Kauf hat man halt nicht drauf geachtet. Man hat sofort an Felgenschlösser gedacht. Und das an allen vier Reifen. Also sind wir doch mal eben ab in die Werkstatt gefahren. Es hat sich niemand das angeschaut, sondern uns nur gesagt, wo denn der Schlüssel dafür sein müsse und man die Schlösser, wenn nicht anders möglich, knacken müsse. Den Satz Schlüssel haben sie nicht dafür dagehabt. Also ging es zurück nach Hause. Am nächsten Tag wurde recherchiert und es kam jedem komisch vor, dass angeblich an allen Schrauben vom Rad das Schloss sei. Also habe ich Gestern einfach mal bei VW angerufen und nachgefragt. Der Herr am Telefon sagte mir folgendes: „An allen Schrauben gibt es kein Felgenschloss. Das wäre mir neu. Aber kommen Sie einfach vorbei und wir schauen uns das an.“ Gesagt, getan. Ab nach VW in Bochum.

Ab nach VW

Der Servicemitarbeiter hat sich das angeschaut und mit dem Kopf geschüttelt. Hat sich dann mal das Bordwerkzeug vorgenommen und einen kleinen Haken gefunden, bei dem ich mich schon gefragt hatte, wofür der gut ist. Um die Schutzkappen von den Schrauben ab zumachen. Der Mitarbeiter war am Grinsen, meine Begleitung und haben uns nur angeschaut und losgelacht. „Dafür ist der Haken da“, grinste der Mitarbeiter. „Sie können jetzt ohne Probleme dir Reifen wechseln.“

Gesagt getan. Also ab nach Hause, die Reifenwechseln. Da ich aktuell aber nicht schwer heben darf, musste meine Begleitung das alleine machen. Dafür hat er sich Unterstützung geholt und das war auch gut so. Denn drei Räder haben sich problemlos davon überzeugen lassen, dass sie runter müssen. Einer wollte so gar nicht. Da musste man schon mit purer Gewalt ran. Um das Ganze noch abzurunden, ist auf einem Winterreifen nur  0,5 Bar drauf gewesen. Ein bisschen wenig. Also sofort Luft drauf machen. Ohne Umschweifen.

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s