Frohes Fest!

Alles ist besinnlich beleuchtet. Viele gehen an Heiligabend in die Kirche. Doch vorher wird geputzt, geshoppt und gekocht. Das ist alles andere als entspannt. Danach gibt es die Bescherung. Typisch Deutsch eben.

Weihnachten ist nicht unbedingt die Zeit im Jahr, die ich mag. Gerade die Vorweihnachtszeit geht mir tierisch auf die Nerven. Jeder hetzt nur, ist im Stress, die letzten Dinge müssen für dieses Jahr erledigt werden. Schrecklich! Man kann sich auch selbst den Stress machen oder ihn verursachen. Je nach Laune. Daher wünsche ich mich jedes Jahr zur Weihnachtszeit auf einen anderen Planeten. Aber bisher ist dieser Wunsch ohne Erfolg geblieben. Denn die Menschen sind zu diesem Zeitpunkt des Jahres, ohne dass sie es merken, besonders egoistisch und schlecht gelaunt.

Alles ohne große Geschenke bitte

Ob das auch mich betrifft? Nein. Mit meinen Lieben ich ausgemacht, dass wir lediglich gemütlich zusammensitzen und uns nichts schenken, außer die Zeit, die wir miteinander verbringen. Doch jeder schenkt dem anderen dann doch meistens eine Kleinigkeit. Ehrlich gesagt, ich habe immer das Problem, was soll ich anderen schenken? Da stehe ich jedes Mal, wenn es an die Sache mit den Geschenken geht, auf dem Schlauch. Bin ratlos. Worüber würden sich die Menschen, die mir wichtig sind, freuen? Mir ist da eine kleine Aufmerksamkeit lieber, als irgendein großes Geschenk. Denn ich finde, man schenkt mit dem Herzen und noch wichtiger ist, man nimmt sich Zeit für einander ohne Stress und Hektik.

Alles eine Frage des Essens

Früher hat es bei uns immer Gans mit Kartoffeln und Rotkohl gegeben. Für mich hat es Forelle gegeben. Denn ich mag keine Gans. Alleine bei dem Gedanken an das triefende Fett des Geflügels kräuselt es sich mir. Inzwischen ziehe ich einen schönen, langsam gegarten Lachsbraten vor. Das dauert zwar Stunden, aber schmeckt dafür umso besser.

Nachtisch brauche ich selber nicht. Doch meistens landet er auf dem Tisch. Und da kann ich auch nicht „Nein“ sagen.

Oh Tannenbaum!

An Heiligabend wird bei uns auch nicht gesungen. Denn ich selber möchte mich bei dem Klang von Weihnachtsmusik gleich übergeben. Früher mochte ich es, aber heute? Muss nicht sein. Meine Nachbarn sind da ganz anders. Kaum macht man die Wohnungstür auf, so kann man schon einmal die zarten Stimmen meiner Nachbarn hören. Natürlich vom Klavier begleitet. Sie singen alle möglichen Lieder. Auch „Oh Tannenbaum“. Den Text kenne ich sogar fast noch auswendig.

Apropos Tannenbaum. Den gibt es auch schon seit Jahren nicht mehr. Wobei es da eine lustige Anekdote zu gibt. Mein Mitbewohner ist vor ein paar Jahren auf die Idee gekommen, dass bei uns im Wohnzimmer ein Tannenbaum steht. Ich hatte mich erbarmt und habe meinen alten Ernie geopfert, mit dem der Baum transportiert werden sollte. Tage später erzählte uns ein Kumpel, dass er auf der Arbeit etwas verpasst hat. Seine Kollegen hatten ihm folgendes erzählt:

„Da sind zwei gewesen und haben verzweifelt versucht, den Baum ist einen kleinen Polo zu bekommen. Nur die Heckklappe von dem Polo hat ihn immer wieder verhauen.“ Das waren wir. Verdammt und der ganze Laden hat davon gesprochen. Zu dem Zeitpunkt ist die Heckklappe meines alten Polos nicht mehr wirklich oben geblieben und immer zu gegangen. Mein Auto hatte also meinen Mitbewohner verprügelt.

In diesem Sinne: Frohes Fest!

 

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