Die Oma und ihr fliegendes Huhn von Münster

Okay, dieser Blogbeitrag ist anders. Wirklich anders, denn normalerweise lasse ich mich nicht von Stimmungen in der Halle anstecken. Oder schreibe gar wertend darüber. Aber das ist nun der Blog zum Montag und was ihr hier lest, ist ein kleines Resümee zum Kostümspringen auf dem K+K Cup am Samstagabend in Münster. Letztes Jahr habe ich mir aufgrund von gesundheitlichen Problemen das Springen leider nicht ansehen können. Dieses Jahr hat es fest auf der Agenda gestanden. Und es hat geklappt. Meine Kinnlade hat sehr oft auf dem Tisch gelegen, weil ich mir nur gedacht habe: „Nee, oder? Das gibt es nicht!“ Mir hat dieser Programmpunkt doch viel Spaß gemacht und auch für Abwechselung in der sonst so eintönigen Berichterstattung gesorgt. Daumen hoch!

Hier verkleiden sich Reiter, am besten wird das Pferd auch gleich mit verkleidet und springen dann über einen S-Parcours. Die schnellste Zeit hat den einen Teil gewonnen. Das beste Kostüm wird auch ermittelt. Hier wird via Messung die Lautstärke des Publikums ermittelt und bei dem Reiter, bei dem das Publikum den meisten Krach gemacht hat, der hat dann den Kostümwettbewerb gewonnen. Hier wollte Oliver Schulze Brüning den Abend vor Mitternacht beenden, aber ich war um 2:00 Uhr nachts im Bett, also hat das nicht geklappt. Aber beim nächsten Mal. Ich bin gespannt.

Den Anfang hat der Grieche Aggelos Touloupis mit Francis gemacht. Hier wäre es besser gewesen, der Reiter hätte ein anderes Pferd genommen, denn Francis fand die Geräuschkulisse mit lauter Musik und einem begeistertem Publikum nicht so toll. Reiter und Pferd haben Figuren aus dem Film ‚Avatar‘ dargestellt. Meiner Meinung nach der schlechteste Film aller Zeiten, aber dieses Urteil steht mir hier nicht zu. Umgesetzt ist das Thema gut, aber nicht Meins. das Thema hat es zum Abschluss noch einmal gegeben. Auch „Der Schuh des Manitu“ ist zweimal thematisiert worden. Zweimal als „Winnietouch“ und  und „Jacqueline“.

Meine Top Vier sind:

  1. Alina-Noel Potthoff mit Apanatschi 90 als Oma und Huhn
    Als Alina zu erst in die Halle gekommen ist, war das ohne Pferd, aber auf einem kleinen Moped mit Menschen als Hühner verkleidet. Die Vorlage für diese Nummer ist das Lied „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“. Da habe ich schon nicht schlecht geguckt, denn Alina war nicht wiederzuerkennen. Doch als sie dann mit Apanatschi in die Bahn gekommen ist, habe ich das Pferd gar nicht erkannt. Die Hinterhände gelb angemalt, und ansonsten sah der Wallach eher aus, wie ein Huhn und nicht wie ein Pferd. Denn auch der Kopf war verkleidet, mit Schnabel und einer Decke, die aufwendig mit Federn gespickt war. Tolle Show, tolles Kostüm meine ganz klare Nummer Eins. Das hat das Publikum auch so gesehen.
  2. Toni Haßmann mit Baron WZ zu Fluch der Karibik
    Auch Toni Haßmann habe ich nicht erkannt. Mit Totenkopf in der rechten Hand ist er mit Baron WZ in die Halle gekommen. Haßmann hat sich als Käptai’n Jack Sporrow verkleidet. Baron hingegen hatte ein unvollständige Skellett ins Fell gepinselt bekommen. Hier lobe ich das Kostüm und auch die Auswahl des Themas, denn es ist wirklich super umgesetzt gewesen.
  3. Philipp Hartmann mit Hirtentanz 2 als Micheal Jackson
    Mit einer Choreografie, die nicht nur durch Tänzer im Parcours, sondern auch auf der Tribüne zu Micheal Jacksons „Thriller“ gezeigt wurde, hat Philipp Hartmann gezeigt, dass er auch als „King of Pop“ eine gute Figur macht. Auch Hirtentanz hat eine Maske verpasst bekommen und eine Hälfte ist weiß angemalt worden. Ganz nach dem Motto“It doesn’t matter if you’re black or white.“ Das Thema ist gut getroffen worden, denn man hat Hartmann wirklich nicht mehr erkannt. Auch Hirtentanz hat man nicht erkannt. Also super gelungene Darstellung.
  4. Hans-Torben Rüder mit Cilley Rose zu Baywatch
    Beim Parcoursabgehen hat man sich noch gefragt, warum Hans-Torben Rüder eine Jacke trägt. Ich hatte gemutmaßt, dass er sich als Fußballer verkleidet hat. Oder als Boxer, das wäre auch naheliegend gewesen. Aber als eine Vorhut in Strandklamotten mit Schildern, aus denen stand: „Unsere baywatch aus Fehmarn“, gepaart mit David Hasseloffs „I’ve been loking for a freedom“ war alles klar. Baywatch, oder von mir auch liebevoll Gaywatch genannt, das Thema war. Hier fand ich die Umsetzung einfach nur zum Schreien und kreativ gelöst. Das Pferd hat super mit gemacht, auch wenn es nicht verkleidet gewesen ist.

 

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